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Sommer-Sonne-Sonnencreme

 

Sonnenschutz

 

 

Heiße Temperaturen – heiß diskutiertes Thema!

Welche ist die beste Sonnencreme?

Oder wie wir fragen würden:

Wo bekomme ich möglichst wirksame und dabei unbedenkliche Sonnencreme her (die dann vielleicht auch noch vegan, Zero-Waste vor allem aber plastikfrei ist)???

 

Wir haben fleißig recherchiert und ausprobiert und wollen Euch an unseren Ergebnissen teilhaben lassen

 

 

 Ein paar Fakten...

 

Grundsätzlich ist Sonne etwas sehr wichtiges für unseren Körper – denn nur über Sonnenlicht kann unsere Haut Vitamin D bilden! Das kann die Haut allerdings nur wenn Sie nicht bedeckt worden ist – das gilt auch für Sonnencreme.

 

Schauen wir einmal über den Tellerrand – Back to Basics. Wie funktioniert Sonnenschutz in anderen Völkern? Richtig, meist gar nicht! Mittags-Sonne meiden und sich im Schatten aufhalten gelten auch bei uns als einfache Grundregel. 

Desweiteren gibt es wie in den meisten Fällen eine Art Gewöhnung: eine Haut, die immer von Creme bedeckt ist kann keinen natürlichen Hautschutz gegen UV aufbauen! Es ist dementsprechend völlig nachvollziehbar warum Menschen je südlicher sie leben umso dunklere Haut (vor allem im Sommer) haben. Logischerweise sollte klar sein, dass dies ein Prozess ist – und empfindliche Haut sowie Kinderhaut geschützt gehört.

 

Zudem hat Sonne auch positive Auswirkungen auf emotionale Prozesse in unserem Körper, macht uns glücklich und ausgeglichen.

 

Hier also die drei wichtigsten Punkte zum Schutz der Haut vor UV-Strahlung

  • KEIN übermäßiges Sonnenbaden: über die Mittagszeit die Sonne meiden, öfter mal im Schatten aufhalten
  • textiler UV-Schutz, sprich Kleidung (am besten helle lange)! Reine Baumwolle hat einen LSF von ca10, Wolle-Seide hat etwas mehr. Gut erhältlich ist auch UV-Schutz-Kleidung bis LSF 50, diese besteht aber meist aus dickem Polyester
  • ergänzenden Schutz durch Sonnenschutzmittel

 

GEFAHREN übermäßiger UV-Strahlung

  • wenn hauteigene Schutzmechanismen überfordert sind besteht die Gefahr vorzeitiger Hautalterung
  • Sonnenbrand = Entzündungsreaktion der Haut, hinterlässt immer Schäden in der Haut!
  • Hautkrebs

 

UV-Strahlung und Lichtschutzfaktor (LSF)

 

Die natürliche UV-Strahlung des Sonnenlichts besteht aus langwelligen UV-A-Strahlen und kurzwelligen UV-B-Strahlen (sie sind energiereicher und gelten als Mitursache für Hautkrebs). Wirksame Sonnenschutzmittel sollten also zuverlässig vor der Strahlung beider UV-Wellen schützen!

 

Der Lichtschutzfaktor gibt den Zeitraum an, wie viel länger der Aufenthalt in der Sonne mit Sonnenschutz möglich ist, als mit ungeschützter Haut - und ist abhängig von Hauttyp, Aufenthaltsort und -dauer.

 

Hier ein Beispiel:

sehr helle Haut, hellblonde Haare; Eigenschutz-Zeit der Haut ca 5-10 Minuten

dunkle Haut, schwarze Haare; Eigenschutz-Zeit der Haut ca 60 Minuten

 

Die Besonderheit von Kinderhaut:

Kinderhaut reagiert besonders empfindlich auf UV-Strahlung da die Eigenschutzmechanismen noch nicht vollständig entwickelt sind - durch den anderen Aufbau von Kinderhaut ist sie empfänglicher für UV-Strahlen!

 

 

Wie funktioniert Sonnenschutz?

 

Grundsätzlich werden zwei Wirkprinzipien von UV-Filtern unterschieden

  • Physikalische=mineralische Filter: bleiben weitgehend auf der Hautoberfläche haften und wirken wie eine Art Spiegel (sie reflektieren die einfallende Strahlung). Somit ist ein Charakteristikum - vor allem je höher der LSF - dass diese Art Cremen einen weißlichen Schutzfilm auf der Haut bilden. VORTEIL: Sofortiger Schutzfilm nach dem Auftragen, wirkt also sofort. NACHTEIL: Lässt sich abwaschen, muss also öfter nachgecremt werden.
  • Chemische Filter: sind Substanzen, die molekular verteilt in die Haut eindringen und mit ihr einen Schutzfilm bilden - chemische Filter reflektieren die UV-Strahlung also nicht sondern wandeln sie in ungefährliche Energie um. VORTEIL: Wirkt länger, hoher LSF. NACHTEIL: schnelle Zersetzbarkeit, je nach Inhaltstoffen rein chemische Zusammensetzung.

 

 

 Nachteile und Probleme herkömmlicher Sonnencreme

 Mineralöle: Neben der Tatsache dass die Gewinnung und das Vorhandensein von Mineralöl stark umweltbelastend ist hat Mineralöl nichts auf und in unserem Körper verloren. Es verschließt dank einem Film unsere Haut und unterbindet so die normale Hautatmung.

  • chemische UV-Filter (Benzone/Benzophenone, Oxybenzone, Methoxydibenzoylmethane, Dibenzoylmethane, Trisiloxan, Drometrizol, Methoxycinnamate): Sie sind hochgradig krebserregend und Hauptauslöser für Kettenallergien. Sie haben zT eine bewiesene hormonelle Wirksamkeit und beschleunigen so das Wachstum von Krebszellen.
  • Konservierungsmittel: kann zu Antibiotikaresistenzen führen. Zudem besteht der Verdacht, dass unter Sonneneinstrahlung Dioxine (Umweltgifte) gebildet werden können (zB bei Verwendung von Triclosan).
  • Duft- und Farbstoffe: werden meist auf Petroleumbasis hergestellt und können Kopfschmerzen, Schwindel, Hitzewallungen, Atemprobleme, Erbrechen und Hautreizungen hervorrufen
  • Emulgatoren zB Polyethylenglycole: machen die Haut durchlässig, sodass gefährliche chemische Substanzen in die Haut und Blutbahnen eindringen könnten.
  • Quellen: http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=100249&bernr=10; www.paradisi.de/Beauty_und_Pflege/Haut-_und_Koerperpflege/After_Sun_Lotion/News/49012.php; www.umweltbundesamt.at/umweltsituation/schadstoff/schadstoffe:einleitung/gesduft/ 

 

 

So und jetzt?

Jetzt wissen wir, dass es schon wichtig wäre neben Kleidung und Meidung doch Sonnenschutzmittel zu nutzen - und haben gleichzeitig erfahren, dass in vielen herkömmlichen Produkten einige Substanzen drin sind, die es eher zu meiden gilt.

 

Im Internet kursieren seit geraumer Zeit sehr unterschiedliche Angaben zu den sonnenschützenden Eigenschaften von Ölen.

Wir haben kritisch und genau hingeschaut und können Euch folgende Fakten weitergeben:

  • Fette Öle und Pflanzenöle haben nur chemisch – nicht aber an Menschen nachgewiesene Licht-Schutz-Faktoren

  • Naturreine Öle fungieren nur als UVB-Filter – können aber keine UVA-Strahlen absorbieren

  • Folgende Fragen bleiben offen:

    Was passiert, wenn das Öl in die Haut einzieht?

    Ist es wasserfest?

  • In der folgenden Tabelle findet Ihr Labor-Angaben zu einigen Ölen:

    Quelle: Vergleich der UVB-Eigenschaften von Ölen (https://www.hindawi.com/journals/jspec/2013/540417/)

    Quelle: Untersuchung verschiedener Öle auf Ihren LSF (Laboruntersuchung!) (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3140123/#!po=62.5000)

 

Fettes Öl

LSF

Olivenöl

7,5

Kokosöl

7,1

Mandelöl

4,7

Sesamöl

1,8

 

 

 

  • Himbeerkernöl und Karottensamenöl haben KEINEN GESICHERTEN LSF!

    Der Irrglaube zu Karottensamenöl resultiert aus der Missinterpretation einer Studie (http://www.phcog.com/article.asp?issn=0973-1296;year=2009;volume=5;issue=19;spage=238;epage=248;aulast=Kapoor#ref14)

    In der Studien heißt es auch nur, dass Himbeersamenöl das „Potential hat, als UV-Schutz für ein breites Spektrum eingesetzt zu werden“.

    [R]aspberry seed oil may act as a broad spectrum UV protectant and provide protection against both UV-A, an exogenous origin of oxidative stress to the skin, and UV-B. The optical transmission of raspberry seed oil, especially in the UV range (290±400 nm) was comparable to that of titanium dioxide preparations with sun protection factor for UVB (SPF) and protection factor for UV-A (PFA) values between 28±50 and 6.75±7.5″

    Quelle: file:///C:/Users/Friederike%20Schnabel/AppData/Local/Microsoft/Windows/INetCache/IE/5PIVD4DY/oomah.pdf

     

 

>> FAZIT: Fette Öle und Pflanzenöle KÖNNTEN die Haut vor Sonne schützen.

Jedoch haben Sie keinen UVA Filter und keinen am Menschen nachgewiesenen LSF!

 

  

Unsere Lösung

Unsere Lösung ist Zinkoxid - ein rein mineralischer UV-Filter. Zinkoxid ist dann völlig unbedenklich, wenn man NON-Nano Zinkoxid benutzt, also darauf achtet, dass die Partikel größer als 100nm sind und somit AUF DER HAUT verbleiben.

 

Jedes Prozent Zinkoxid-Pulver entspricht einem Lichtschutzfaktor LSF von 2.

 

Wenn man also 10 g Zinkoxid mit 90 g Sonnenblumenöl mischt, hat man Lichtschutzfaktor 20, darf also 20 Mal länger in der Sonne bleiben als man sonst beim eigenen Hauttyp könnte, ohne Sonnenbrand zu bekommen. Mehr als 20 Prozent Zinkoxid sollten nicht verwendet werden, da die Creme andernfalls eher eine Paste wird, die kaum aufzutragen ist.

 

 

 

Nach all dem Wissen von oben haben wir Euch ein tolles Rezept zusammengestellt:

 

  • 30 g Kokosöl

    Hat einen LSF von 7 und schützt die Haut vor Bakterien, Pilzen und auch vor Ungeziefer

  • 30 g Sheabutter

    Hat einen LSF von 4, wertvoll für die Wundheilung und Pflege der Haut

  • Zinkoxidpulver (unbedingt NON-Nano!) je nach gewünschtem LSF

    Ist der UV-Filter für die Sonnencreme

  • ca 30 Tropfen eines Pflanzen-Öls (100 %) – wir empfehlen Karottensamenöl oder Himbeerkernöl (kann bis zu 50ml dosiert werden)

    Wenn auch der Lichtschutzfaktor umstritten ist: diese Öle ist sehr wertvoll für die Hautpflege, halten jung und riechen gut

  • Eventuelle Zutaten: 5g Jojobaöl und 5g Vitamin E – für längere Haltbarkeit; 10g Beerenwachs lässt die Creme noch wassserfester werden

 

 

 

P.S. Alle Zutaten bekommt Ihr hier: https://www.herzenskinder.net/shop/grüne-kosmetik-und-natürlich-heilen/

 

Selber machen kommt nicht in Frage?

Mittlerweile gibt es auf dem Markt tolle unbedenkliche Sonnencremen. Achte unbedingt auf die Güte-Siegel "Non-Nano" und lese kritisch die Zutatenliste (siehe Konservierungsstoffe, Mineralöle und UV-Filter)!

 

 

 

Und wenn die Haut doch mal rot wird?

 

Wir empfehlen folgende Produkte zur Pflege der Haut

  • Aloe-Vera
  • Sheabutter
  • Cistrosenöl
  • Rosen-Hydrolat zum Befeuchten der Haut

Lust auf mehr? Video dazu folgt!

 

 

 

Herzenskinder wünscht eine wunderschöne Sommer-Sonnen-Zeit

 

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